Obermühleweid, Cham - Naturparadies mitten im Siedlungsraum

Mit grosser Freude stellen wir Ihnen die Wohnsiedlung Obermühleweid in Cham vor. Sie zeigt auf hohem ästhetischen Niveau, dass eine kluge, naturnahe Gestaltung nicht nur die Bedürfnisse der Natur erfüllt, sondern auch den Bewohnerinnen und Bewohnern viel Freude und offensichtlichen Nutzen bringt.

Die Siedlung wurde in zwei Etappen gebaut: Die erste wurde im Sommer 2015, die zweite diesen Winter fertig gestellt. Die insgesamt 145 familienfreundlichen Wohnungen waren sofort vermietet.

Ausgearbeitet wurde die Überbauung ursprünglich durch eine Generalunternehmung und dann während der Bauphase von der Immobiliengruppe «Seewarte» der Ernst Göhner Stiftung übernommen. Thomas Regli, Geschäftsführer der Seewarte, wollte die Umgebung durch mehr Naturnähe aufwerten und erteilte dem Landschaftsarchitekten Benedikt Stähli den Auftrag, die vorliegende Umgebungsplanung zu modifizieren.

Entstanden ist eine nahezu perfekte Wohnumgebung mit Sitzplätzen, Feuerstellen, Spielwiesen und –plätzen. Grossflächige Blumenwiesen werden von Naturhecken begrenzt, Ast- und Steinhaufen bieten Kleintieren Unterschlupf, und im Innern der Siedlung blühen die wohl schönsten Wildstaudenbeete, die wir in den letzten Jahres auszeichnen durften. Das Areal liegt direkt an der Lorze und erfüllt eine wertvolle Vernetzungsfunktion für Flora und Fauna.

Die Obermühleweid ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie ein naturnahes Areal die unterschiedlichsten Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner erfüllen kann:

Die Wildstaudenbeete sind wie prachtvolle Gemälde, die Auge und Seele erfreuen, die Sitzplätze bieten Begegnungs- und Ruhezonen, die Spielbereiche werden von den Kindern rege benutzt, und die Stein- und Asthaufen werden nicht nur von Kleintieren, sondern auch von jugendlichen Nachwuchsforschern interessiert erkundet.

Wir gratulieren der Bauherrschaft, dem Landschaftsarchitekten sowie den ausführenden und pflegenden Gärtnern zu ihrem wunderschönen Areal.

 

Bildlegenden:

Wildstaudenbeete bei den Eingängen 4/6 und 10:
Die Pflanzenzusammensetzung in den Wildstaudenbeeten ist hier besonders gut gelungen: Das ganze Jahr über blühen Pflanzen in unterschiedlichsten Farben, und den Winter über werden die dekorativen Gräser und Blütenstände stehen gelassen.

Ast- und Steinhaufen:
Die Ast- und Steinhaufen sind rund einen halben Meter in die Erde eingelassen und bieten grössere Hohlräume mit Betonhalbschalen wie von der Karch (Koordinationsstelle für Amphibien und Reptilien Schweiz) empfohlen.

Spielwiese:
Die Kinder der Siedlung haben viel Platz zum Spielen. An verschiedenen Stellen gibt es zudem Sitzgelegenheiten und Tische.

Freies Baufeld:
Freies Baufeld für ein Bürogebäude, das allenfalls später noch gebaut wird. Hier entsteht eine artenreiche Blumenwiese bis zur Realisierung des Bauprojekts.

Infotafel:
Die Informationstafeln der Stiftung Natur & Wirtschaft klären Bewohner und Besucherinnen über die Besonderheiten des naturnahen Areals auf. Gute Information erhöht die Akzeptanz und die Freude an der Umgebung erheblich.