Projekte

Die Zusammenarbeit mit engagierten Projektpartnern ermöglicht es der Stiftung Natur & Wirtschaft regional Schwerpunkte zu setzen.

Für mehr Natur in Luzerner Gemeinden

Für mehr Natur in Luzerner Gemeinden

Eine naturnah gestaltete Umgebung von Unternehmen und Wohnbauten hat viele Vorteile: Die Menschen, die dort leben und arbeiten, fühlen sich wohler. Die naturnahe Umgebung steigert den Wert der Immobilie. Und nicht zuletzt sind naturnahe Flächen im Siedlungsraum ein willkommener Ersatz für jene Flächen, die durch die zunehmende Zersiedelung anderswo verloren gehen.

Gemeinden als Multiplikatorinnen

Im Auftrag der Regionalkonferenz Umweltschutz sucht die Stiftung Natur & Wirtschaft im Raum Luzern einerseits nach naturnahen Wohn- und Firmenarealen, die auszeichnungswürdig sind, andererseits nach Partnern, um neue naturnahe Flächen zu generieren. Die Stiftung arbeitet dazu mit den Gemeinden zusammen. Gemeinsam werden mögliche Partner wie Bauherren, Planerinnen und Immobilienbesitzer angegangen, die vielversprechende Areale besitzen oder betreuen. Erste Gespräche verliefen vielversprechend. Klar ist bereits jetzt, dass es nicht nur ein erfreulich grosses Potenzial für naturnahe Umgebungsgestaltungen gibt, sondern auch Bedarf an Beratung und Vernetzung.

Nach einem erfolgreichen Start im Pilotjahr 2016 wurde entschieden, dass das Projekt bis 2018 weiterlaufen soll. Finanziell unterstützt wird die Leistung der Stiftung von der Regionalkonferenz Umweltschutz.

Medienmitteilung vom 1. April 2016

Biodiversität auf den Arealen der Industriellen Werke Basel IWB

Biodiversität auf den Arealen der Industriellen Werke Basel IWB

Die IWB betreiben ihre Kraftwerke in der Region Basel gemäss den Kriterien des Vereins für umweltgerechte Energie VUE. Zudem arbeiten die IWB bei Bau, Unterhalt und Pflege mit Fachleuten für Natur- und Artenschutz zusammen, unter anderem mit der Stiftung Natur & Wirtschaft.

Wertvolle Areale zertifiziert

Das alte Reservoir Bruderholz, das Wasserreservoir Wenkenhof, das Werkareal Kleinhünigen und das Holzkraftwerkt Basel bieten mit ihren naturnahen Elementen wie begrünten Flächdächern, Hecken, Magerwiesen, Waldsäumen sowie mit Naturmodulen wie Fledermauskästen wertvollen Lebensraum für Flora und Fauna. Damit sind diese Areale schon lange mehr als auszeichnungswürdig.
Fast noch beeindruckender ist die «Lange Erle», ein innerstädtisches Naherholungs- und Trinkwasserschutzgebiet mit Feuchtbiotopen, Uferböschungen, Obstgärten, grossen Hecken und eichenreichem Laubmischwald. Es beherbergt seltene Flechten, Fledermäuse, bedrohte Amphibien, viele Libellen- und Heuschreckenarten, Pirole, Mittelspechte, Wild und sogar Feldhasen.

Prunkstück Lange Erle

Das prominenteste Grundstück in IWB-Besitz ist wie erwähnt das Gebiet der «Langen Erle». Auf dem riesigen Areal produziert IWB rund 50 Prozent des Trinkwassers für den Kanton Basel-Stadt und die Gemeinde Binningen. In einem weltweit einzigartigen Aufbereitungsprozess wird das natürlich vorhandene Grundwasser mit Wasser aus dem Rhein angereichert. Über elf bewaldete Wässerstellen versickert vorgefiltertes Rheinwasser und wird dabei durch Mikroorganismen auf natürliche Weise gereinigt. Beim Absinken vermischt es sich mit dem natürlich vorhandenen Grundwasser. Die Wässerstellen werden jeweils zehn Tage lang kontinuierlich geflutet und danach zwanzig Tage lang trocken gehalten. Diese Wässerstellen sind von Bäumen und Sträuchern bewachsen, die einen natürlichen Schattenwurf garantieren und damit das Bodenklima regulieren.
Fünf IWB-Mitarbeitende sind in Zusammenarbeit mit umliegenden Gemeinden für die Pflege der Naturflächen zuständig. Jede Wässerstelle muss nach einer gewissen Zeit aufgeforstet werden. Das Zeitintervall hängt in erster Linie vom Lebensalter der Bäume ab. Im Jahr 2015 hat IWB die Wässerstelle Hüslimatten erneuert. In Zusammenarbeit mit dem Forstbetrieb Riehen wurden die rund 40 Jahre alten Hybrid-Pappeln gefällt und im IWB-eigenen Holzkraftwerk Basel zur Wärmegewinnung weiterverwertet. Hybrid-Pappeln werden heute nicht mehr gepflanzt, da ihre Lebensdauer vergleichsweise kurz ist und sie in Basel nicht heimisch sind. Mit der Unterstützung von Asylbewerbern haben die IWB-Mitarbeitenden die Wässerstelle von weiterem Geäst befreit und anschliessend neue, heimische Bäume und Sträucher gepflanzt. In Folge der neuen Bepflanzung muss die Wässerstelle Hüslimatten in Zukunft nur noch alle 80 Jahre aufgeforstet werden.

IWB Tafel «Die Hecke»